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Neue Merz-Strategie trägt Früchte: Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2014/15

  • Über 50% des Produktumsatzes in Kerngebieten Ästhetik und Spezialneurologie
  • EBIT auf 255,6 Mio. € gestiegen
  • Produkt-Pipeline gut gefüllt

Merz Pharma hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014/15 einen Rekordumsatz von 1.157,0 Mio. Euro erzielt – das sind 16,4 % mehr als im Geschäftsjahr 2013/14. Mit 255,6 Mio. Euro lag das EBIT 8,4 Mio. Euro oder 3,4 % über dem des Vorjahres.

Haupttreiber des Wachstums waren die neuen Fokusgebiete Ästhetik und Spezialneurologie, die dank erfolgreich integrierter Akquisitionen und weiterer Expansion in Schlüsselmärkten zwischenzeitlich über die Hälfte des Konzernumsatzes darstellen. So hat sich beispielsweise Ulthera, ein US-Unternehmen, das für bis zu 600 Mio. US-Dollar im Jahr 2014 von Merz akquiriert wurde, mit seiner innovativen Technologie für nicht-invasives Facelifting innerhalb nur eines Jahres zum größten Wachstumstreiber entwickelt.

„Das Geschäftsjahr 2014/15 stellt für Merz einen strategischen Meilenstein dar“, erklärte CEO Philip Burchard. „Hinsichtlich Umsatz und EBIT haben wir unsere Prognosen deutlich übertroffen. Es ist uns gelungen, über die Hälfe unseres Produktumsatzes aus unseren Kerngeschäftsfeldern zu generieren. Besonders gut entwickelte sich dabei unsere attraktive Produkt-Pipeline. Gerade durch Neueinführungen sind wir in vielen Märken sehr gut aufgestellt, um unsere Wachstumsstrategie auch in Zukunft fortzusetzen.“

Merz ist im Geschäftsjahr 2014/15 erneut deutlich gewachsen und konnte den Konzernumsatz um 16,4 % auf 1.157,0 Mio. Euro (2013/14: 994,0 Mio. Euro) steigern. Das Ulthera-Geschäft trug hierzu mehr als 100 Mio. Euro bei, aber auch die Produkte Xeomin, Bocouture und Belotero lieferten eine starke Performance ab.

Das Segment Consumer Care steuerte 6 % zum Konzernumsatz bei und verzeichnete Umsatzerlöse von 69,9 Mio. Euro, das sind 2,1 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor.

Innovationen bleiben der Wachstumsmotor

Im Geschäftsjahr 2014/15 lagen die konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen mit 148,8 Mio. Euro um 1,9 Mio. Euro über dem Vorjahr. Die Investitionen flossen vor allem in die Weiterentwicklung der Neurotoxin-Produkte Xeomin und Bocouture sowie die Entwicklung innovativer Produkte in der Ästhetik. Ein Beispiel hierfür ist die FDA-Zulassung für „Radiesse Hands“ in den USA. Dieses Produkt hilft, dem Alterungsprozess des Handrückens entgegenzutreten.

Starke Expansion in Emerging Markets

Von den Produktumsätzen entfielen 391,4 Mio. Euro auf die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), 325,2 Mio. Euro auf Nordamerika, 61,9 Mio. Euro auf die Region Asien-Pazifik sowie 47,2 Mio. Euro auf Lateinamerika. Aufgrund der vielversprechenden Wachstumsraten hat Merz seinen Expansionskurs durch Gründungen von Tochtergesellschaften in Malaysia, den Philippinen, Indien, Thailand, Indonesien und Vietnam fortgesetzt. In Lateinamerika wurden eine Tochter in Kolumbien gegründet und alle Anteile vom Joint Venture Merz-Biolab in Brasilien übernommen.

Wichtige Schritte für künftiges Wachstum

Neben Investitionen in die eigene Forschung und Entwicklung plant Merz, bis zu 25 Mio. Euro über Corporate Venture Capital in Start-up-Unternehmen oder Forschungsprojekte in einer frühen Entwicklungsphase im Bereich Ästhetik zu investieren.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist ein Konsortialkredit, den Merz im Mai dieses Jahres abgeschlossen hat. Er umfasst einen Rahmen von 200 Mio. Euro, der auf bis zu 500 Mio. Euro aufgestockt werden kann, um Merz bei Bedarf einen schnellen Kapitalzugriff zu verschaffen.

Zugleich weist die Merz GmbH & Co. KGaA als Muttergesellschaft der Merz-Pharma-Gruppe eine sehr hohe Eigenkapitalquote von 71,7 % aus.

Belegschaft wird internationaler

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2015 beschäftigte Merz insgesamt 2.754 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Ausland arbeiten 1.750 Beschäftigte (Vorjahr 1.548). Dies entspricht 64 % der Gesamtanzahl aller Mitarbeiter.

Positiver Ausblick 2015/2016

Philip Burchard blickt zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr: „Merz hat sich viel vorgenommen. Aufgrund unserer gut gefüllten Produkt-Pipeline und der Expansion in neue Länder sind wir für die Zukunft gerüstet. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit unsere Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder Ästhetik und Spezialneurologie die richtige Strategie für das Unternehmen verfolgen.“

 

Merz-Pharma-Gruppe

Merz ist ein Pharmaunternehmen in Privatbesitz mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und 33 Tochtergesellschaften in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien-Pazifik. Das Unternehmen ist in der Forschung, Entwicklung und im Vertrieb von innovativen medizinischen Produkten für die Ästhetik und Dermatologie und im Bereich der neurologischen Bewegungsstörungen tätig.

In der Ästhetik bietet Merz ein maßgeschneidertes und gut aufeinander abgestimmtes Portfolio von Produkten für minimal-invasive Behandlungen. Mit den dermalen Fillern Radiesse, Belotero und Glytone, dem Botulinum-Neurotoxin Bocouture/Xeomin und der Pflegeserie Neocutis ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur auf dem weltweiten Ästhetik-Markt. Durch die Akquisition von Ulthera wurde das Angebot Mitte 2014 um eine Ultraschall-Technologie ergänzt. Zur Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen hat Merz mit Xeomin das erste Botulinum-Neurotoxin frei von Komplexproteinen entwickelt.

Mit den Marken tetesept und Merz Spezial ist Merz Consumer Care ein führender Anbieter von OTC-Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Hautpflege-Produkten in den deutschsprachigen Ländern.

Die Merz-Pharma-Gruppe beschäftigt weltweit 2.754 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1.157,0 Mio. Euro (Vorjahr: 994,0 Mio. Euro).

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